Modell Europaparlament

Schüler als Europaparlamentarier
Das Modell Europa Parlament (MEP)  ist eine Simulation des Europäischen Parlaments in Berlin, an der auf nationaler Ebene Schülerinnen und Schüler aus 16 Bundesländern sowie meist zwei ausländische Delegationen für eine Woche teilnehmen.
Jede Delegation übernimmt die Rolle eines EU-Landes. Die EU-Länder ersetzen in der Simulation die im Europäischen Parlament vertretenen Fraktionen. Eine Delegation besteht aus jeweils acht Schülerinnen und Schülern eines Bundeslandes, die als Mitglied eines der acht Ausschüsse des Modell Europa Parlaments jeweils eine Gesetzesvorlage erarbeiten. Diese Resolutionen werden in der Plenarsitzung im Sitzungssaal des Deutschen Bundesrates beraten und beschlossen. Für Hessen nimmt seit 2000 die Leibnizschule am MEP teil.

Zusatzangebot in der Einführungsphase der Oberstufe
Das MEP wird in der Einführungsphase der Oberstufe (E1/2) einmal wöchentlich während der regulären Unterrichtszeit durchgeführt. Die Schüler sind hierfür vom Pflichtunterricht freigestellt, müssen versäumte Unterrichtsinhalte aber nacharbeiten. Das Projekt findet im 1. Halbjahr statt. Nach der schulinternen Ausscheidung Ende Januar, bereiten sich nur noch die acht ausgewählten Delegierten bis zum MEP in Berlin, meist Anfang März,  gezielt vor.

Europa kennenlernen
Die Vorbereitung findet in drei Phasen statt. Zunächst werden in den wöchentlichen Sitzungen Grundinformationen über die Europäische Union erarbeitet, um darauf aufbauend weiterführende Diskussionen zur Entwicklung der EU führen zu können (Euro, Erweiterung, Kompetenzen,…).
Nach Auslosung des zu vertretenden Landes, wird ein Steckbrief des Landes erstellt und dessen Positionen bezüglich europäischer Politik erarbeitet.

Arbeit an Ausschussthemen mit Schülercoaches
Im entscheidenden Teil der Vorbereitung erarbeiten die Schüler erste Resolutionen zu europäischen Themen. Hierbei werden die Schüler von Schülercoaches, Schülern des vorangegangenen MEP-Jahrganges, vorbereitet. In den Ausschusssitzungen erlernen sie  die speziellen formalen und sprachlichen Vorgaben. Diese letzte Phase endet mit einer mehrtägigen schulinternen Ausscheidung in Bacharach, bei der die acht Delegierten für Berlin ausgewählt werden.

Vertiefung unterrichtlicher Kenntnisse und wichtiger Schlüsselqualifikationen
Über das im Politik und Wirtschaftsunterricht erworbene Wissen hinaus können die Schüler
- Kenntnisse über Probleme der EU vertiefen,
- ein differenziertes Verständnis für die europäische Integration entwickeln,
- den europäischen Gedankens weitertragen,
- Schwierigkeiten in der parlamentarisch-demokratischen Entscheidungsfindung hautnah erleben.

Darüber hinaus lernen die Jugendlichen
- Standpunktabwägungen und Kompromissfindung,
- Informationsbeschaffung und Informationsaufbereitung von durchaus schwierigen Materialien,
- Kommunikationstraining und Teamentwicklung,
- Fähigkeiten der freien Rede und der Debatte

„…einzigartig, unvergleichlich und etwas, das uns alle verändert hat.“
Zum Abschluss der Sitzungswoche in Berlin werden die besten 40 der ca. 150 Delegierten nominiert. Diese erhalten dann die Möglichkeit am baltischen oder internationalen MEP teilzunehmen, welche in wechselnden europäischen Ländern in englischer Sprache durchgeführt werden.

Auch eine Rückkehr nach Berlin als Ausschussvorsitzender oder gar als Präsident ist möglich.
Für viele Ehemalige ist das MEP weit mehr als ein politisches Planspiel geworden. Sie lernten nicht nur sich selbst in neuen Situationen kennen, wie z. B. mit einer gehörigen Portion Mut und Selbstbewusstsein vor 150 Delegierten frei zu sprechen und seine Positionen zu verteidigen, sondern knüpften deutschland- und europaweit Kontakte und Freundschaften.
Neben Freude am Debattieren, Interesse an Europa und politischen Prozessen sollten die Teilnehmer über gute Kommunikationsfähigkeit und Zeit verfügen!

Abschließend möchte ich mich ganz herzlich bei unserem „Mr. Europa“ Herrn Fett bedanken, der das MEP als Projekt an unserer Schule über 10 Jahre betreut und in den heutigen Strukturen entwickelt hat und die Leibnizschule zu einer der erfolgreichsten teilnehmenden Schulen gemacht hat.
Ebenso bedanke ich mich bei unserem Förderverein, der uns mit stets mit beträchtlichen Mitteln unterstützt.

Anina Schulze
Projektleiterin MEP

Weitere Informationen erhalten Sie / erhaltet Ihr unter www.mepgermany.de >

Artikel zum MEP:
01.05.2017, Das Modell Europaparlament 2017, von Julia Tischbirek, 10e >
13.03.2016, Modell Europaparlament 2016 in Berlin, von Simon Ferel, 10d >
04.03.2015, Jugendliche diskutieren über Europa – Modell Europa Parlament tagte im Bundesrat >
21.02.2015, Das Modell Europaparlament – Ein Erfahrungsbericht über zwei Jahre MEP, von Akwasi Osei-Dwomoh, 12d >
02.04.2014, Artikel des Wiesbadener Kuriers über das Modell Europaparlament, Wiesbadener Kurier >
18.03.2014, Leibnizschüler als Europaabgeordnete – MEP Berlin 2014 >
24.11.2013, Auf Tuchfühlung mit Politikern – Das MEP 2014 beim EU-Bürgerdialog, von Christopher Bader, 10a >
01.07.2013, MEP-Coaches 2013, von Anina Schulze, Projektleiterin >
07.05.2013, Das MEP Baltic Sea Region in Island 2013, von Daniel Härle, 11 >
18.03.2013, Eine Rede und ein bisschen mehr, von Akwasi Osei-Dwomoh, 10d >
17.01.2013, Das baltische MEP in Leipzig, von Paul Hüther, 11a >
13.03.2012, Modell Europaparlament in Berlin, von Laura Hildt, 10c >
01.02.2011, MEP-Vorbereitung in Bacharach, von Laura Hildt, 10c >
13.03.2011, MEP – mehr als nur eine Erfahrung, von Charlotte Bunne, 10a >
20.02.2011, Modell Europaparlament in Bacharach, von Susannah Reins, 11c >


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